Abstufung der B85 hat oberste Priorität

Ablehnung gegen Westumgehung

13.8.13: Aktive Bürgerbeteiligung an der B85

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Anette Kramme kam der verkehrspolitische Sprecher der SPD Martin Burkert nach Heinersreuth. Das Publikumsinteresse war groß. Mindestens 30 Bürger versammelten sich im Rathaus, um über die Verkehrssituation an und um die Bundesstraße zu diskutieren. Im April 2013 hatte bereits die CSU den Innenstaatssekretär Eck nach Altenplos geholt, um ihm ebenfalls das Thema B85 nahezubringen. Die Bürgerinitiative gegen eine Ortsumgehung westlich von Heinersreuth bezog bei beiden Terminen (SPD /CSU) eindeutig Stellung zu ihrer Ablehnung. Bürger der Siedlungsgebiete Lohacker, Schöne Aussicht und Dürrwiesen zeigten auf, dass eine Ortsumfahrung den Verkehr lediglich auf andere Betroffene lenken würde. MdB Kramme machte deutlich, dass mit einer Westumfahrung eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Oberfranken zerstört werden würde. Alle anderen naturschutzrechtlichen Bedenken waren schon im Vorfeld ausgiebig diskutiert worden und kamen beim SPD-Ortstermin nicht mehr zu Sprache.

MdB Martin Burkert beschäftigt sich vorrangig mit dem Thema Verkehr. Er kommt viel rum in Bayern und kennt die Zahlen. Für die erfolgreiche Umsetzung des Verkehrsprojektes bedarf es dreier Dinge: eine Priorität gemessen nach einer Nutzen-Kosten-Kennzahl, die weit über 1,0 liegen sollte, finanzielle Mittel und die Einigkeit über die Planung. Gerade diese sei in Heinersreuth nicht zu erkennen. Eine konkrete Planung gibt es laut 1. Bürgermeister Hans Dötsch nicht. Im Verkehrswegeplan Bayern ist die grobe Skizze einer Westumfahrung eingezeichnet. Eine Ostumfahrung ist bisher überhaupt nicht in der Diskussion.

Wollen die Behörden nicht gegen den Willen einer großen Bevölkerungsgruppe entscheiden, müssen andere Maßnahmen als eine Westumfahrung auf den Tisch. Die wichtigste aber gleichzeitig härteste Nuss ist die Abstufung der B85 und die Verkehrslenkung auf die Autobahn A70. Für diesen Plan muss das Land Bayern gewonnen werden, da die Verkehrslast auf Länderebene übergehen würde. Dieser Plan hat ab sofort Priorität I bei allen Beteiligten. MdB Kramme versprach, sich auch nach der Wahl für das wichtige Thema zu engagieren. Jetzt müssen Kommune und Bevölkerung in Heinersreuth alle Power aufbieten, die sie in die Waagschale werfen können.

Ebenfalls vorgeschlagen wurde bei der Rathausdiskussion die Einhausung bzw. Untertunnelung in einem kurzen Streckenabschnitt in Altenplos und Heinersreuth. Geld darf dabei nicht die erste Priorität haben. Es wurde auf kostenintensive Projekte in Schwabach und Aschaffenburg hingewiesen, deren Finanzierungssumme weit über denen des Heinersreuther Projektes liegen würde.

 

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