Plötzlich brennt der Wald bei Theta

Waldbrand bei Theta

Die verkohlte Erde bezeugt den Brand am 9. Juli im Forst zwischen Cottenbach und Theta

Kurz vor 21 Uhr zeigen sich erste Rauchschwaden am Horizont

Manuel P. fährt gerade mit dem Rad von Altenplos aus den Unterwaizer Berg hinauf. Auf der Kuppe bleibt er stehen und sieht am Horizont in Richtung Theta eine hellgraue Wolke am Waldgipfel. Abendnebel? Nein, weit gefehlt. Als Manuel auf seiner Radtour in Unterkonnersreuth eintrifft, heulen schon die Sirenen. Mittlerweile hat sich die helle Wolke verdunkelt und verbreitert. Die Konnersreuther Feuerwehr rast los. Aber allein ist da nichts zu machen. Schnell zeigen sich rote Feuerstellen im Wald. Aus dem ganzen Landkreis eilen die Wehren herbei. Der Kurier spricht am nächsten Tag von 300 Einsatzkräften.

Die Brandstelle liegt im unwegsamen Gelände zwischen Cottenbach und Theta

Lageplan der Kühnleite

Die rote Linie zeigt die Entfernung von der Brandstelle zum Löschteich

Ausgerechnet in extremer Steillage an der Kühnleite brach das Feuer aus. Vom Löschweiher in Cottenbach aus reicht die Strecke knapp 1,5 Kilometer in den Wald hinein. Die Höhendifferenz beträgt laut Google Earth 110 Meter (von 350 auf 460 Meter). Von den Feuerwehrleuten sind körperliche Höchstleistungen gefordert. Das Team schafft es dennoch, eine Schlauchleitung vom Cottenbacher Löschweiher aus zu legen und das Wasser zum Steilhang zu pumpen.

Bauern schaffen Wasser mit Güllefässern heran

Zum Glück führt ein befestigter Weg durch den Wald zum Brandort. So schaffen Bauern mit Güllefässern ununterbrochen Wasser heran. Eine Pumpstation steht an der Mainbrücke nach Heinersreuth. Das Wasser wird im Wald am Fuße des Steilhangs in einen großen Behälter gekippt und anschließend mit Schläuchen an die Feuerstelle gepumpt. Gegen Mitternacht haben es die Wehren und alle Helfer geschafft. Die Feuerstelle ist unter Kontrolle.

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