Hackschnitzel aus der Region
Die weißen Rauchschwaden zeigen es deutlich an. Die zentrale Heizanlage der Gemeinde Heinersreuth am alten Sportplatz ist in Betrieb gegangen. Befeuert wird die Anlage mit Hackschnitzeln aus heimischen Wäldern. Landwirte liefern das Material zu, nachdem sie sich vorher bei Hausmeister Michael Glaser angemeldet haben. Vor dem Einkippen in das Silo prüft der Mann vor Ort mit einem Messgerät, ob das Material die vorgegebene Trockenheit aufweist. Am 19. Oktober 2024 konnten sich Bürger der Gemeinde bei einem Tag der offenen Türe selbst ein Bild von der Technikzentrale machen.
Zwei Heizkessel und eine vollautomatische Beschickung
Die Heizung enthält eine vollautomatische Steuerung. Michael Glaser muss nur eingreifen, wenn eine Störungsmeldung auf seinem dienstlichen Tablet erscheint. Ansonsten führt eine Schnecke das Material bedarfsgerecht der Verbrennung zu. Zwei Heizkessel und zwei Pufferspeicher mit jeweils 6.000 Liter Fassungsvermögen produzieren Wärme für die Schule, den Kindergarten und die offene Ganztagsschule. Die Asche gelangt in zwei Rollcontainer, die ebenerdig und auf kurzem Weg zum Entsorgungsfahrzeug gefahren werden.
Heizsystem mit Schönheitsfehlern
Im Planungsstadium der Heizanlage gab es kontroverse Diskussionen über den Standort mitten in einer Wohnsiedlung. Gegen alle Widerstände setzte sich die Gemeinde schließlich durch und verwarf auch ein Bürgerbegehren wegen Formfehlern. Im ersten Winter wird sich nun zeigen, ob die Anwohner durch die Abgase ernsthaft belästigt werden. Ein weiterer Kritikpunkt im Vorfeld war die fehlende Integration von Solarenergie. Gerade in der Übergangszeit könnte man auf die Verbrennung von Hackschnitzeln verzichten, wenn eine Wärmepumpe mit Unterstützung einer Solaranlage bzw. mit Erdwärmeversorgung dazugeschaltet worden wäre.
Link zum Video
Ein Video zum Tag der offenen Tür steht in der Mediathek bereit.

