Emsiges Treiben auf sieben Hektar Baufläche
Dermaßen gigantische Bauvorhaben sieht man nicht oft in unserer Gegend. Am Rand der Bundesstraße B85 türmen sich inzwischen meterhohe, rostbraune Erdhaufen auf. Etwa zwanzig Baumaschinen unterstützt von zahlreichen Traktoren mit Hängern sind seit Anfang März 2025 am Werk, um die Erde zu bewegen. Mittlerweile formt sich aus der ehemaligen Wiese unterhalb von „Mosing“ das Gelände heraus, auf welcher in wenigen Monaten die Brauereianlagen stehen sollen. Geschätzt sieben Hektar umfasst die gesamte Baustellenfläche.
Gespräche am Bauzaun
Nicht allen Bayreuthern gefällt das Bauvorhaben. Eine Bürgerinitiative aus dem Ortsteil Oberobsang hatte sogar das Verwaltungsgericht angerufen, um den Neubau zu verhindern. Ein Bewohner kommt zufällig am Bauzaun vorbei und legt seine Einschätzung dar. „Die Bauernhöfe über dem Brauereigelände werden nach Fertigstellung nur noch auf Wände schauen können“, ist seine Ansicht.
Aber das Projekt schafft doch Arbeitsplätze, lautet das Gegenargument der Befürworter. Der Anwohner am Bauzaun hat dazu andere Informationen. „Die ganze Produktion wird vollautomatisch ablaufen“, ist seine Einschätzung. „Ich erwarte maximal 35 Arbeitsplätze auf dem Brauereigelände“. Ein weiterer Schaulustiger gesellt sich dazu. Er sieht das Trinkwasser der Bayreuther Bürger in Gefahr, wenn sich der Klimawandel dermaßen beschleunigt. „Zur Herstellung von einem Liter Bier werden drei Liter Wasser benötigt“, ist sein Informationsstand.
Nach den Gesprächen am Bauzaum trennen sich die Wege der Diskutanten wieder und die wuseligen Aktionen auf der Baustelle gehen unbeirrt weiter.

