Wofür Heinersreuth in diesem Jahr Geld ausgeben muss
Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses brüteten am 24.2.26 mehr als drei Stunden über den Zahlen des Haushalts für das Jahr 2026 und die Folgejahre. Wie üblich legte Kämmerer Matthias Bauer ein ca. 150-Seiten langes Zahlenpaket vor, welches die Ausschussmitglieder zu beurteilen hatten. Dominiert wird die Ausgabenseite vom Neubau der Sport- und Kulturhalle in Heinersreuth. Einschließlich der Außenanlagen müssen für das Projekt noch rund 2,8 Millionen Euro im Jahr 2026 aufgebracht werden. „Wir haben deshalb im aktuellen Haushaltsjahr keine Möglichkeiten, weitere Investitionen zu stemmen“, sagte Bürgermeisterin Simone Kirschner. Die Rücklagen seien aufgebracht und es werde erstmals seit ihrem Amtsantritt im Jahre 2014 eine Kreditaufnahme fällig, führte die Bürgermeisterin weiter aus.
Die Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind hingegen gut kalkulierbar. Für die Kreisumlage sind mindestens 2,3 Millionen Euro einzuplanen. Die Personalkosten betragen etwa 1,7 Millionen Euro und für Kitas und Schulen muss die Gemeinde rund 900.000 Euro aufbringen. Die Kosten für die Wasserversorgung werden durch die Einnahmen gedeckt.
Woher das Geld kommen soll
Im gemeindlichen Haushalt kann man teils mit stabilen Einnahmen rechnen. Dazu zählt der Anteil aus der Einkommensteuer, welcher im Jahr 2026 rund 3 Millionen Euro betragen wird. Die Schlüsselzuweisungen aus Bayern haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht und liegen nun bei 1,1 Millionen Euro. Eine große „Unbekannte“ ist in der Haushaltberechnung jeweils die Gewerbesteuer. Der Kämmerer rechnet im Jahr 2026 mit 1,3 Millionen Euro. Zum Vergleich gab es im Jahr 2024 eine Rekordeinnahme von 2,5 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer. Aus der Grundsteuer sollen rund 373.000 Euro in die Gemeindekasse fließen.
Der Haushalt soll in der Gemeinderatssitzung am 24.3.26 verabschiedet werden
Die drei Fraktionen im Gemeinderat haben nun die Gelegenheit, den Haushaltsentwurf intern zu besprechen. Am 10. März soll im Haupt- und Finanzausschuss über den finalen Ansatz beraten werden und in der letzten Sitzung des „alten“ Gemeinderats wird dann der Haushalt verabschiedet. Dazu gehören wie üblich die Haushaltsreden der Bürgermeisterin sowie der einzelnen Fraktionen im Gemeinderat. Die Sitzung ist öffentlich und kann gerne von Bürger*innen besucht werden.

