Radongas im Zweifel messen lassen

Radonkarte des Bundesamts für Strahlenschutz

Radonkarte des Bundesamts für Strahlenschutz

Medienberichte über Radongas verunsichern die Menschen

Radongas ist nicht ungefährlich und man sollte über die häusliche Situation Bescheid wissen. In regelmäßigen Abständen berichten Medien in Deutschland über das Thema Radon und verweisen auf die krebsauslösende Wirkung des Bodengases. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch Bürger in Heinersreuth fragen, ob ihre Häuser oder Wohnungen betroffen sind. Eine erste Hilfestellung bietet die Radonkarte des Bundesamts für Strahlenschutz. Dort sind die Risikogebiete farbig markiert. Je dunkler die Farbe ist, desto höher ist das Radonrisiko. Beispielsweise sind Gemeinden wie Mehlmeisel oder Fichtelberg grau oder sogar dunkelgrau eingefärbt. In dieser Gegend ist sehr wahrscheinlich mit höheren Radonwerten zu rechnen. Heinersreuth hingegen ist gelb oder hellgrün dargestellt. Ein Hinweis darauf, dass die Bodenwerten dort niedriger liegen.

Jede Wohnsituation sollte individuell betrachtet werden

„Im Erdgeschoss oder in höheren Stockwerken ist das Radonrisiko im westlichen Landkreis von Bayreuth eher gering“, weiß der Baubiologe Joachim Weise aus eigener Erfahrung. „Wer aber im Unterschoss wohnt oder arbeitet, sollte die Radonwerte vorsorglich messen lassen“. Zur Beurteilung der Ergebnisse gibt es Richtwerte. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt einen Jahresmittelwert von 300 Bequerel je Kubikmeter (Bq/m³). Der baubiologische Richtwert für Schlafplätze (SBM-2024) liegt mit 100 Bq/m³ deutlich niedriger. Gemessen wird mit elektronischen Dosimetern. Für eine gute Einschätzung sollte die Messdauer mindestens drei bis vier Wochen betragen. Wenn eine Kaufentscheidung für eine Immobilie ansteht und der Entscheidungsspielraum kurz ist, gilt als erste Näherung eine Messdauer von 5 bis 6 Tagen. Kürzere Messperioden sind nicht zu empfehlen.

Mehr Informationen zu Radongas

Umweltmesstechnik Bayreuth: Hilfe bei Radongas

Bundesamt für Strahlenschutz: Was ist Radon?

Video: So findest du Radonrisikogebiete in Deutschland

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