Die Entscheidung könnte zum Bumerang werden

Der Bumerang kommt immer zurück

Alle drei Bürgermeisterposten in Heinersreuth gehen an die CSU

Gleich bei der ersten Sitzung des neu gewählten Gemeinderats kam es zu einer Machtprobe zwischen den einzelnen Gruppierungen. Die CSU nominierte Karin Vogel-Knopf als zweite Bürgermeisterin, die SPD unterstützt von den Grünen setzte auf Jürgen Weigel. Die Kampfabstimmung ging 10:6 für CSU aus. Da die SPD-Fraktion anschließend auf den dritten Bürgermeisterposten verzichtete und die Grünen ebenfalls keine Kandidaten benannten, nominierte die CSU kurzerhand Thomas Lehnert. Lehnert, seit sechs Jahren bereits Gemeinderat, wurde dann auch mit 12:4 Stimmen gewählt. Ob dieser Schachzug der Bürgermeisterin bei den Bürgern gut ankommt oder zum Bumerang wird, dürfte sich bei der Kommunalwahl in sechs Jahren zeigen.

Jürgen Weigel machte als zweiter Bürgermeister in den vergangenen Jahren einen guten Job

Weigel ist bei den Bürgern beliebt. Die zeigte sich deutlich bei der Kommunalwahl 2026. Von Listenplatz 16 aus gestartet, wurde er auf den ersten Platz der SPD-Liste vorgewählt. Weigel kann sich auch wortgewandt präsentieren und hätte der Gemeinde als zweiter Bürgermeister gut zu Gesicht gestanden. Bisher war es in Heinersreuth üblich, dass die Stellvertreterposition jeweils von der Partei wahrgenommen wurde, die nicht den ersten Bürgermeister bzw. die Bürgermeisterin stellt. Dieses bewährte Prinzip ist nun über den Haufen geworfen.

Die Fraktionsvorsitzenden üben sich in Einigkeit

So als wäre zwanzig Minuten vorher nichts vorgefallen, hielten die drei Fraktionsvorsitzenden nach den Bürgermeisterwahlen ihre Eröffnungsreden zu Beginn der neuen Gemeinderatsperiode. Alle Fraktionen bemühten sich um Einigkeit und wollen gut miteinander auskommen. Dieser Vorsatz ist durchaus zu begrüßen. Doch wie die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren wohl aussehen wird, wenn die CSU weiterhin die Stimmenkeule ihrer zehn Mandate schwingen will? Irgendwann wird wieder gewählt und dann können die Bürger*innen entscheiden, ob sie einer politischen Gruppierung noch einmal so viel Macht wie bisher zugestehen wollen.

Das Foto ist mit Hilfe von KI erstellt.

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