Kritik muss erlaubt sein

Gemeinderäte im Disput

Die Beteiligten des Streitgesprächs in der Reihenfolge ihrer Wortmeldungen: Christian Bock, Simone Kirschner, Werner Kauper, Jürgen Weigel

Wie der Gemeinderat von Heinersreuth immer wieder für Schlagzeilen in der Presse sorgt

Auf etwas unprofessionelle Art präsentierten sich drei Gemeinderäte und die Bürgermeisterin bei einer Auseinandersetzung während der Sitzung vom 24. April 2018. Zunächst die inhaltliche Darstellung und dann ein Kommentar des Verfassers.
Beim Tagespunkt “Bekanntgaben” meldete sich Christian Bock (FW) zu Wort. Er kritisierte die Vorgehensweise der Bürgermeisterin bei der Einstellung eines Bauhofmitarbeiters. Diese hatte auf eine öffentliche Ausschreibung der Stelle verzichtet, da eine Initiativbewerbung vorlag. Der Bewerber bekam dann auch die Stelle. Bock sei aus der Bevölkerung angesprochen worden, warum keine Ausschreibung erfolgt sei. “Schließlich würden sich noch mehr Bewohner aus der Gemeinde für den Posten interessieren. Wenn eine Putzfrau gesucht wird, steht das auch im Gemeindeblatt”, so Bock. Es wäre doch fair und anständig, so vorzugehen. Bürgermeisterin Simone Kirschner sieht das Recht auf ihrer Seite. Bei derartigen Stellen kann sie frei über Personaleinstellungen entscheiden. Im übrigen benehme sich Bock in seiner Funktion als zweiter Bürgermeister auch nicht immer fair, besonders wenn es um Erreichbarkeit und Termineinhaltung gehe. Bock ließ diese Anschuldigungen unbeantwortet.
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Vorsichtshalber mal abbremsen

Noch ist die Säule nicht in Betrieb

Noch ist die blaue Säule nicht in Betrieb

Seit Anfang März steht die Mautsäule in Heinersreuth auf Höhe Hahnenhof

So richtig trauen die Autofahrer dem Frieden noch nicht. Vorsichtshalber reduzieren sie vor der blauen Säule die Geschwindigkeit, denn in dem Türmchen könnte ja eine Radarfalle stecken. In der Gemeinderatssitzung vom März klärte die Bürgermeisterin Simone Kirschner den Sachverhalt auf: “Ab Juli wird die Lkw-Maut auch auf Bundesstraßen ausgeweitet. Die Straßengebühr gilt dann für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen auch auf der B85.” Die Firma Toll Collect hat deshalb eine Kontrollstelle kurz vor Heinersreuth errichten lassen. In Betrieb gehen wird sie aber erst Anfang Juli. Und laut Firmenvideo werden keine Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.
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Warum wir Esel sind

Gedanken zur B85

Kritik an der Berichterstattung im Mitteilungsblatt über die B85

Peter Fürstenau aus Sorg kommentiert die Berichterstattung im gemeindlichen Mitteilungsblatt zur Bundesstraße B85 kritisch. Seiner Meinung nach sind die Veröffentlichungen im Februar 2018 (Seite 6) und März 2018 (Seite 5) einseitig zugunsten der Befürworter einer möglichen Umgehungsstraße dargestellt. Der folgende Beitrag gibt seine Gedanken ungekürzt weiter. Einer Bitte um Veröffentlichung im Mitteilungsblatt April 2018 kam Bürgermeisterin Simone Kirschner nicht nach.
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Der Storch im neuen Heim

Meister Adebar im neuen Nest

Meister Adebar im neuen Nest

Das alte Nest war vom Sturm zerzaust und musste ersetzt werden

Mit dem Storchennest sah es Ende des Jahres nicht gut aus. Ein Herbststurm hatte den Horst arg zerzaust. Bürgermeisterin Simone Kirschner wollte den Glücksbringer aber gerne in der Gemeinde behalten und konnte sich dabei auf ihr Netzwerk verlassen: die Feuerwehr holte das alte Nest vom Dach und setzte den neuen Storchenkobel nach der Fertigstellung wieder auf den First des Heinersreuther Rathauses. Die Zimmerei Hübner aus Altenplos sorgte für einen stabilen Unterbau aus Holz und sicherte die Konstruktion mit einem Metallrahmen nach oben ab. Schließlich brachte Hans Kastner, langjähriger Ortsvorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz, sein Wissen ein und flocht die Weidenruten in das Gerüst.
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Erst abgelehnt und dann doch genehmigt

Haushaltsplan2018 für Heinersreuth

Der Haushaltsplan 2018 für Heinersreuth stand am 20. März zur Diskussion

Die Verabschiedung des Haushalts als theaterreife Vorstellung

Seit letztes Jahr hat die Verabschiedung des Haushalts der Gemeinde Heinersreuth eine gewisse Dramatik: Im Jahr 2017 lehnten die SPD-Fraktion und Christian Bock (Freie Wähler=FW) den Haushalt aufgrund des Stellenplans ab. Die CSU war damals nicht vollständig anwesend und so ging die Diskussion in die Verlängerung. Auch heuer passte der SPD der Stellenplan der Bürgermeisterin nicht. Streitpunkt war und ist die Einstufung des Kämmerers. Die Bürgermeisterin will die Position in der Gruppe A12 wissen. SPD und FW sind dagegen. Diesmal stimmte auch Ewald Berneth (FW) gegen den Stellenplan und so nützte es der CSU-Fraktion nichts, dass sie dieses Mal vollzählig erschienen war. Fazit: der Haushalt war abgelehnt und damit konnten keine Ausgaben genehmigt werden. Aber dann kam eine überraschende Wendung: keine dreißig Sekunden nach Ende der Diskussion trat Werner Kauper (CSU) auf den Plan und stellte einen Antrag gemäß Paragraph 23 der Gemeindeordnung. Er bat darum, den Stellenplan zu ändern und die besagte Position in die Tarifgruppe A11 einzustufen. Damit konnten jetzt alle Fraktionen leben und stimmten dem Antrag von Kauper zu. Somit hat jetzt Heinersreuth einen genehmigten Haushalt für 2018. [Anmerkung: Alles einstudiert? Ist anzunehmen, da Kauper auf die Situation gut vorbereitet war.]
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Planvoll die Zukunft gestalten

Drei Büro stellen Isek vor

Von links Jens Gerhardt, Dr. Tanja Korzer von Urban Management GmbH Leipzig, Vinzenz Dilcher von UmbauStadt Weimar sowie Prof. Manfrad Miosga und Dr. Sabine Hafner von Klimakom Hummeltal/München

Drei Büros stellen ihre ISEK-Konzepte für die Gemeinde Heinersreuth vor

Nacheinander und ohne dem anderem zuzuhören präsentierten drei Fachbüros ihre Vorstellungen zur Umsetzung des “Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts”, kurz ISEK genannt, am 27.2.18 zu Beginn der öffentlichen Gemeinderatsitzung. Die drei Firmen wurden anhand eines Bewertungsschlüssels von der Verwaltung aus zehn Anbietern ausgewählt. Jeder Teilnehmer nutzte den vorgegebenen Zeitrahmen von maximal 45 Minuten voll aus.
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Projekt Streuobstwiesen der Gartenbauvereine

Apfelbaum auf der Streuobstwiese in Cottenbach im Jahresverlauf

Apfelbaum auf der Streuobstwiese in Cottenbach im Jahresverlauf

Kinder- und Jugendwettbewerb “Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!” in Bayern

Streuobstwiesen sind wertvolle Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten, prägende Landschaftselemente und gleichzeitig von vielfältiger gesundheitlicher Bedeutung. Der bayerische Landesverband für Gartenbauvereine möchte Kindern und Jugendlichen den Wert der Streuobstwiesen begreifbar machen und junge Menschen für altes Wissen begeistern. Dabei sollen erfahrene Vereinsmitglieder ihre Kenntnisse im Obstbau, Handwerk und Brauchtum generationenübergreifend an die Jungen weitergeben. Gemeinsamen Aktionen wie Baumschnitt, Ernten und Verwerten sollen die soziale Komponente betonen und die Biodiversität hervorheben.
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Aufregung wegen Umbau des alten Wirtshauses in Grüngraben

ehemaliges Wirtshaus in Grüngraben

Das ehemalige Wirtshaus in der Waldhüttenstraße 25 in Altenplos

Der Bauherr will fünf Einheiten errichten

Wenn mehr als sechs Bürger zur Gemeinderatssitzung kommen, dann liegt etwas in der Luft. Zur Zeit treibt ein Wohnungsbauprojekt einige Bewohner im Altenploser Ortsteil Grüngraben um. Das ehemalige Wirthaus in der Waldhüttenstraße 25 wurde von der Brauerei Schnupp verkauft. Der neue Eigentümer will das Haus aus dem Jahr 1901 umbauen und darin fünf Wohneinheiten unterbringen. Gerüchte gehen um, dass die Wohnungen eventuell für Asyl suchende Menschen vorgesehen sind. Der Gemeinderat in Heinersreuth beschäftigte sich bei der Sitzung am 30. Januar 2018 unter anderem auch mit diesem Vorgang.
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Mit 82 Dezibel über die Bundesstraße

Lärmmessung an der B85

Lärmmessung an der B85

Bericht von einer Lärmmessung an der Bundesstraße in Heinersreuth

Eine Messung des Lärmpegels hat nachgewiesen, mit welcher Lautstärke die einzelnen Fahrzeuge auf der Bundesstraße B85 in Heinersreuth unterwegs sind. Ein Schallpegelmessgerät der Firma Umweltmesstechnik Bayreuth stand eine halbe Stunde lang an Bushaltestelle unterhalb der Kirche. Als Ergänzung zur Schallaufaufzeichnung hielt eine Videokamera den Verkehrsfluss im Bild fest. Das Ergebnis lässt sich auf einen kurzen Nenner bringen: die vorbeifahrenden Lastkraftwagen erzeugten einen Schallpegel zwischen 77 und 82 Dezibel. Die Personenkraftwagen gaben je nach Fahrgeschwindigkeit einen Schallpegel zwischen 58 und 66 Dezibel ab. Als Differenz ergibt sich im Mittel ein Unterschied von 15 bis 20 Dezibel.
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Abschiedsparty am Recyclinghof

Abschied vom Recyclinghof Heienrsreuth

Volkmar Klatt (hinten) und Rudi Gärtner überreichen Karin Müller ein Abschiedsgeschenk

Am Samstag vor Silvester hatten die Recyclinghöfe in Heinersreuth und Altenplos das letzte Mal geöffnet. Viele Bürger nutzten die Gelegenheit, noch einmal gut sortiert ihren Verpackungsmüll abzugeben. Somit ergab sich spontan eine Abschiedsfeier, zu der auch die erste Bürgermeisterin Simone Kirschner und einige Gemeinderäte gekommen waren. Werner Kauper schenkte im Namen der CSU-Gemeinderatsfraktion kostenlos Glühwein für die Besucher aus.
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