Professor Miosga zeigt Wege in die Zukunft

Prof. Miosga referiert in Altenplos

Prof. Manfred Miosga

Vorstellung des Gemeindeentwicklungskonzeptes

Simone Kirschner will das Gemeindeentwicklungskonzept auf den Weg bringen. Denn grundsätzlich hatte der Gemeinderat das Projekt schon beschlossen. Jetzt nimmt die Bürgermeisterin auch die Bewohner mit ins Boot. Professor Manfred Miosga von der Universität Bayreuth war am 4.3.15 eingeladen, die Eckpfeiler des Zukunftskonzepts darzustellen. Erfahrung damit hat er reichlich: neben seiner Dozententätigkeit an der Uni ist er unternehmerisch bei seiner Beratungsfirma „Klimakom“ tätig. Ein gutes Beispiel für die Umsetzung eines Entwicklungskonzeptes ist die Gemeinde Buch am Erlbach im Landkreis Moosburg. Mit 3.500 Einwohnern hat sie Parallelen zu Heinersreuth.

Vision, Leitbild und strategische Ziele

Die Erstellung eines Entwicklungskonzept hat die klassischen Komponenten des Projektmanagements. Aus der Vision, welche Herausforderungen der Ort im Jahre 2030 zu bewältigen hat, entwickelt sich das Leitbild. Daraus ergeben sich strategische Ziele wie bei einem Puzzle. Miosga nannte auch konkrete Ansätze: Mobilität, Versorgung, Barrierefreiheit, vitale Ortskerne, kommunale Finanzen, Wirtschaftsförderung. Jedes gute Wirtschaftsunternehmen hat ein Zukunftskonzept.

Wie nehme ich den Bürger mit?

Manfred Miosga sieht die Notwendigkeit einer externen fachlichen Unterstützung für die Verwaltung. In einer Auftaktveranstaltung versucht man die Leute zu begeistern. Bereits dort sollen Fragebögen verteilt und Mitmacher gewonnen werden. Im nächsten Abschnitt kommt es zur konkreten Gruppenarbeit: Acht moderierte Arbeitsgruppen mit je acht Teilnehmern diskutieren über Zukunftsthemen. Am Ende finden sich alle zusammen und legen die Schwerpunkte fest.

Wie reagierten die Besucher des Vortrages in Altenplos?

Unter den Bürgern war Euphorie zu spüren. Viele konstruktive Wortmeldungen trugen zu einer lebhaften Diskussion bei. Ganz anders reagierten die anwesenden Gemeinderäte. Sie sahen wohl einen Berg Arbeit auf sich zukommen und würgten mit fadenscheinigen Argumenten jede Kreativität ab. Einige Besucher hatten sich bereits fertige Lösungen von dem Professor erhofft. Dafür war er aber nicht eingeladen. Er kennt den Ort bisher „nur vom Durchfahren“. Simone Kirschner will am Ball bleiben.

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