Archiv der Kategorie: Gesundheit

Radongas im Zweifel messen lassen

Radonkarte des Bundesamts für Strahlenschutz

Radonkarte des Bundesamts für Strahlenschutz

Medienberichte über Radongas verunsichern die Menschen

Radongas ist nicht ungefährlich und man sollte über die häusliche Situation Bescheid wissen. In regelmäßigen Abständen berichten Medien in Deutschland über das Thema Radon und verweisen auf die krebsauslösende Wirkung des Bodengases. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch Bürger in Heinersreuth fragen, ob ihre Häuser oder Wohnungen betroffen sind. Eine erste Hilfestellung bietet die Radonkarte des Bundesamts für Strahlenschutz. Dort sind die Risikogebiete farbig markiert. Je dunkler die Farbe ist, desto höher ist das Radonrisiko. Beispielsweise sind Gemeinden wie Mehlmeisel oder Fichtelberg grau oder sogar dunkelgrau eingefärbt. In dieser Gegend ist sehr wahrscheinlich mit höheren Radonwerten zu rechnen. Heinersreuth hingegen ist gelb oder hellgrün dargestellt. Ein Hinweis darauf, dass die Bodenwerten dort niedriger liegen.
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Deshalb ist beim Eichenprozessionsspinner Vorsicht geboten

Eichenprozessionsspinner in Heinersreuth

Mit dem Eichenprozessionsspinner ist nicht zu spaßen – der Spielplatz in Unterwaiz war kurzzeitig gesperrt

Entwicklung von der Raupe zum Schmetterling

Biologisch gesehen ist der Eichenprozessionsspinner ein Schmetterling, genauer gesagt ein Nachtfalter, aus der Familie der „Zahnspinner“. Der Name kommt daher, weil die Raupen in ihrer Hauptentwicklungszeit von Mai bis Juni in einer langen Reihe, wie bei einer Prozession, vom Nest zur Futterquelle und wieder zurück wandern. Die bevorzugte Nahrung sind frische Eichenblätter. In dieser Phase sind die Tierchen auch am leichtesten zu erkennen. Die Raupen werden bis zu fünf Zentimeter lang, sind graubraun gefärbt und mit einem dunklen Rückenstreifen verziert. Sie leben in weißen bis silbrig-grauen Gesamtnestern an Eichenstämmen oder dicken Ästen, die oft aus Spinnfäden, Kot- und Häutungsresten gebaut werden. Ab Juli verpuppen sich die Raupen in ihren Nestern. Danach entsteht der Nachtfalter, der im Spätsommer von Juli bis August schwärmt.
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Warum Hitze die Nieren schädigen kann

Sommerhitze auf dem Feld

Hitze in Kombination mit anderen Faktoren als Risikofaktor erkannt

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) beschäftigt sich intensiv mit den Nieren, einem lebenswichtigen Organ. Aus Anlass der heißen Sommertage macht der Verein auf verschiedene Studien aufmerksam, die den Zusammenhang von Hitzestress, Dehydrierung (Austrocknung) und körperlicher Überanstrengung untersucht haben. In Hitzeperioden fallen vermehrt schädliche Stoffwechselprodukte in den Nieren an, etwa durch den stressbedingten Zerfall von Muskelfasern (Rhabdomyolyse). Auch werden durch Hitze und Austrocknung die Ausscheidungsorgane schlechter durchblutet, wodurch Zellen absterben können. Oxidativer Stress entsteht, der Entzündungen und weitere Gewebeschäden nach sich zieht. Der Urin selbst wird durch den Flüssigkeitsmangel hochkonzentriert. Hierdurch kann es zu vermehrter Bildung von Nierensteinen kommen, die sogenannte Nephrolithiasis. Außerdem steigt die Anfälligkeit für Harnwegsinfekte. Als Folge von Strukturveränderung der Nieren drohen narbige Veränderung des Entgiftungsorgans und später möglicherweise ein nicht mehr umkehrbarer Funktionsverlust. Die Betroffenen benötigen dann mehrmals wöchentlich eine Dialyse.
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Wie ist das eigentlich mit Elektrosmog?

Niederfrequente magnetische Wechselfelder an der Trafostation

Künstliche Magnetfelder stören den Schlaf

Susanne Reinhardt klagt seit sechs Monaten über starke Kopfschmerzen und zwar immer dann, wenn sie an ihrem Schreibtisch sitzt. Karla, ihre beste Freundin, hatte früher ähnliche gesundheitliche Probleme. Aufgrund ihrer Schlafstörungen zog sie vor einem Jahr einen Baubiologen zu Rate. Joachim Weise kam nach wenigen Tagen mit einem Auto voller Messgeräte zu ihr nach Hause und untersuchte ihren Schlafraum systematisch anhand einer Checkliste. Der Fachmann sprach von elektrischen und magnetischen Wechselfeldern, von Nieder- und Hochfrequenz und letztlich noch von Elektro- und Magnetostatik. Karla verstand zunächst nicht viel von den technischen Details, jedoch konnte sie anhand eines ausführlichen Messprotokolls die Untersuchungen gründlich nachvollziehen. Zum einem stand ihr Bett zu nahe an einer stromführenden Leitung in der Wand, zum anderen benutzte sie im Winter eine elektrische Heizdecke. Auf diese Weise wurden künstliche elektrische und magnetische Felder erzeugt, die in dieser Größenordnung in der Natur nicht vorkommen. Karla reagierte sensibel auf diese Umweltbelastung. Mit ein paar einfachen Maßnahmen konnte Baubiologe Weise für sie das Problem lösen.
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Mit optimalen Blutdruckwerten kann man alt werden

Elektronisches Blutdruckmessgerät

Elektronisches Blutdruckmessgerät

Bei Werten zwischen 110 und 130 mmHG sind die Überlebenschancen am höchsten

Für den Zeitraum von 1993 bis 2005 werteten die Mediziner Bernhard Haring und Michael LaMont Daten der amerikanischen Women’s Health Initiative aus. In regelmäßigen Abständen wurden über 16.000 Frauen ab dem 65. Lebensjahr beobachtet. Die Teilnehmenden hatten anfangs keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs. Haring und LaMonte sahen sich speziell die Werte für den oberen Blutdruckwert (systolischer Wert) der Probandinnen an sowie ihr jeweiliges Alter zum Testzeitpunkt. 59 % der 16.570 teilnehmenden Frauen erreichten das 90. Lebensjahr.
Für alle Frauen, unabhängig vom Alter, war die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem systolischen Wert von 120 mmHg am höchsten. Von denjenigen Frauen, deren systolischer Blutdruck zwischen 110 und 130 mmHg lag, hatten diejenigen mit einem Wert größer 120 mmHg im direkten Vergleich eine geringere Überlebenswahrscheinlichkeit. Haring und LaMonte kommen zu dem Ergebnis, dass die Regulierung des Blutdrucks im Alter eine wichtige Säule ist, um ein langes Leben zu ermöglichen.
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