Kategorie-Archiv: Natur

Plötzlich brennt der Wald bei Theta

Waldbrand bei Theta

Die verkohlte Erde bezeugt den Brand am 9. Juli im Forst zwischen Cottenbach und Theta

Kurz vor 21 Uhr zeigen sich erste Rauchschwaden am Horizont

Manuel P. fährt gerade mit dem Rad von Altenplos aus den Unterwaizer Berg hinauf. Auf der Kuppe bleibt er stehen und sieht am Horizont in Richtung Theta eine hellgraue Wolke am Waldgipfel. Abendnebel? Nein, weit gefehlt. Als Manuel auf seiner Radtour in Unterkonnersreuth eintrifft, heulen schon die Sirenen. Mittlerweile hat sich die helle Wolke verdunkelt und verbreitert. Die Konnersreuther Feuerwehr rast los. Aber allein ist da nichts zu machen. Schnell zeigen sich rote Feuerstellen im Wald. Aus dem ganzen Landkreis eilen die Wehren herbei. Der Kurier spricht am nächsten Tag von 300 Einsatzkräften.
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Bremsen für die Frösche

Aphibienschutz in Cottenbach

Der Amphibienschutzzaun entlang der Kreisstraße vor Cottenbach

Amphibienschutz in Cottenbach

Im Frühjahr wandern Frösche, Kröten und Molche bei Temperaturen um zehn Grad von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern. Die jährlichen Wanderungen sind für die Amphibien jedoch höchst gefährlich. Zum Überqueren der Straße brauchen die klitschigen Gesellen mindestens zehn Minuten und werden häufig von den Fahrzeugen überrollt. In Cottenbach liegt das Winterquartier süd-westlich der Kreisstraße. Die Laichgewässer hingegen über der Straße bei den Weihern an der Streuobstwiese.
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Naturschützer und Bauern diskutierten im Lindenhof

Rettet die Bienen und die Landwirte

Die Diskussionsteilnehmer stellen sich gerade vor

Podiumsdiskussion um eine gemeinsame Agrarpolitik und die Rettung der Artenvielfalt

Seit gut einem Jahr leitet Christoph Hartl das Umweltschutzinformationszentrum Lindenhof in Bayreuth und die Bezirksgeschäftsstelle Oberfranken des Landesbunds für Vogelschutz (LBV). Hartl ist Biologe und Jurist und sehr umtriebig. Er hatte die Idee der “Bayreuther Freitagsdebatte”, die mindestens viermal im Jahr im Lindenhof stattfinden soll. Am Freitag, dem 22. März 2019 lud der LBV Naturschützer und Landwirte zu einem gemeinsamen Gespräch ein. Einerseits will der LBV vor der Europawahl eine Diskussion über eine Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) anstoßen und andererseits ringt ein Runder Tisch in Bayern um die Umsetzung des Volksbegehrens “Artenvielfalt – Rettet die Bienen”.
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Bronze-Medaille für den OGV Heinersreuth

Kinder- und Jugendwettbewerb Streuobswiesenvielfalt

Platz drei für die Heinersreuther Gartenfreunde im Landkreis Bayreuth

Siegerehrung beim Kinder- und Jugendwettbewerb “Beiß rein – Streuobstvielfalt” in der Turnhalle Laineck

Insgeheim hatten sich die Heinersreuther Gartenfreunde wohl etwas mehr erhofft als den dritten Platz im Landkreiswettbewerb. Schließlich hatte der Verein im Jahr 2018 viel Zeit in das Projekt investiert. Zum ersten Baumschnitt im März lud man eine Klasse der Grundschule Heinersreuth ein. Auch Das Ferienprogramm im August war besonders auf den Wettbewerb ausgerichtet. Der Holzkünstler Michael Schütt gestaltete einen Apfel aus Holz und im Anschluss bauten die Kinder am Rand der Streuobstwiese am Bleyer einen Unterschlupf für den Igel. Im September stand die Apfelernte im Kirchgarten an. Die Heinersreuther Hobbygärtner unterstützten die Konfirmanden tatkräftig beim Einsammeln der Äpfel. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, denn neun Zentner frisches Obst fanden den Weg in die Kelterei nach Neudrossenfeld. Aus allen Aktionen zur Streuobstwiese entstand eine achtseitige Präsentation, die Vorsitzender Jürgen Weigel und Schriftführer Joachim Weise dem Kreisfachberater Oliver Rendl im Landratsamt übergaben.
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Fachgerechter Rückschnitt oder Kahlschlag?

Kahlschlag in Dürrwiese

“Ein Regenrückhaltebecken ist kein Biotop”, sagt die Gemeinde

Aufregung um den Rückschnitt in Dürrwiesen

Einen Tag nach Beendigung des Volksbegehrens “Artenvielfalt – Rettet die Bienen” sorgten Bauhofmitarbeiter für einen radikalen Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern am Regenrückhaltebecken in Dürrwiesen. Einigen Bürgern schien der Schnitt des Guten zuviel. Schnell machte das Wort “Kahlschlag” die Runde. Gemeinderat Norbert Eichler (SPD) postete Bilder auf seiner Facebookseite. Nach seiner Aussage sei er mehrfach von Bürgern auf die Angelegenheit angesprochen worden sein. Der ehemalige Verwaltungsleiter Karl Heinz Hübner schrieb einen Kommentar auf dieser Webseite. Schließlich stellte Eichler im Namen des Obst- und Gartenbauvereins Altenplos einen Antrag an die Gemeinde, zukünftig derartige Rückschnitte zu unterlassen.
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Wintersport für schnell Entschlossene

Rodelspaß am Bleyer

Rauf und runter geht es mit den Rutschen

Rodelspaß am Bleyer in Heinersreuth

Am ersten Wochenende im Februar hatte es in Oberfranken kräftig geschneit. Mindestens zehn Zentimeter kamen herunter und brachten den Winterdienst ins Schwitzen. Die Kinder holten ihre Schlitten hervor und pilgerten geschwind zum Heinersreuther Hausberg. Sie ahnten wohl schon, dass der Schnee nicht sehr lange liegen bleiben würde. Tapfer zogen sie ihre Rutschen immer wieder den Berg hinauf und freuten sich auf die nächste Abfahrt. Zur Abwechslung gab es auch mal eine wilde Schneeballschlacht unter Freunden. Nach fünf Tagen war der Spaß schon wieder vorbei. Die Sonne schickte immer stärkere Strahlen und taute den schönen Schnee in Windeseile weg.
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Für Artenvielfalt und Naturschutz stimmen

Volksbegehren Arten- und Naturschutz Heinersreuth

Die Plakate für das Volksbegehren Artenvielfalt und Naturschutz hängen schon in Heinersreuth

Das Bayerische Naturschutzgesetz soll erweitert werden

Ein großes Presseecho begleitet seit Anfang Januar das Volksbegehren “Artenvielfalt und Naturschönheit” in Bayern, bekannt unter dem Slogan “Rettet die Bienen”. Angestoßen hatte es im September 2018 die Ökologische Partei Deutschlands (ÖDP). Mittlerweile haben sich weitere 150 Gruppierungen dem Aufruf angeschlossen.
Im Rathaus Heinersreuth liegen vom 31.1. bis zum 13.2.2019 die Listen aus. Für Berufstätige gibt es zwei Sonderöffnungstermine: Dienstag, 5.2.19, 13 bis 20 Uhr und Samstag, 9.2. von 10 bis 12 Uhr; ansonsten zu den normalen Öffnungszeiten im Rathaus.
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Der Wald vor der Haustür als Geschenk

der Wald in Heienrsreuth

Die Herbstsonne dringt durch die Kiefernbäume

Kurze Wege aus allen Ortsteilen in den Wald

Während der Vorgespräche für das ISEK-Konzept wurde es deutlich. Der Stadtplaner Jens Gerhardt aus Leipzig kannte im Wesentlichen nur die Rotmainaue als Naturschutzgebiet und den Bleyer. Die herrlichen Waldgebiete rund um die Gemeinde im Rotmaintal verschwinden etwas aus dem Blickfeld. Dabei benötigen die Bürger aus allen Ortsteilen nur wenige Minuten, um das nächste Waldgebiet zu erreichen.
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Hier stand vor kurzem noch eine Eiche

Eichenprozessionsspinner

Dieser stolze Eichenbaum stand am Waldrand nördlich von Unterkonnersreuth

Eichenprozessionsspinner sorgt auch in Heinersreuth für Unruhe

Vor zwei Jahren versuchte der ehemalige Verwaltungsleiter Karl-Heinz Hübner den Eichenbaum am Wandrand nördlich von Unterkonnersreuth noch zu retten. In Abstimmung mit dem Besitzer wurde rund um den Baumstamm ein Absperrband gespannt und eine Warntafel angebracht. Damit konnten die Beteiligten eine Zeitlang “leben”. Schließlich handelt es sich um einen Bereich, der wenig von Menschen aufgesucht wird. Nun wurde dem privaten Waldbesitzer die Sache wohl doch zu heiß. Die Eiche liegt jetzt in gefälltem Zustand am Waldrand (siehe Foto oben) und wartet auf die Weiterverarbeitung. Im letzten Jahr musste eine weitere Eiche weichen: die Gemeinde veranlasste in der Nähe des Kindergartens Heinersreuth die Fällung, weil sich der Eichenprozessionsspinner eingenistet hatte. Inzwischen berichtet der Nordbayerische Kurier (NK) beinahe täglich vom Ausbreiten des Schädlings im Landkreis. Das Landratsamt Bayreuth warnt jedoch davor, den wertvollen Baumbestand unbedacht zu vernichten.
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Der Storch im neuen Heim

Meister Adebar im neuen Nest

Meister Adebar im neuen Nest

Das alte Nest war vom Sturm zerzaust und musste ersetzt werden

Mit dem Storchennest sah es Ende des Jahres nicht gut aus. Ein Herbststurm hatte den Horst arg zerzaust. Bürgermeisterin Simone Kirschner wollte den Glücksbringer aber gerne in der Gemeinde behalten und konnte sich dabei auf ihr Netzwerk verlassen: die Feuerwehr holte das alte Nest vom Dach und setzte den neuen Storchenkobel nach der Fertigstellung wieder auf den First des Heinersreuther Rathauses. Die Zimmerei Hübner aus Altenplos sorgte für einen stabilen Unterbau aus Holz und sicherte die Konstruktion mit einem Metallrahmen nach oben ab. Schließlich brachte Hans Kastner, langjähriger Ortsvorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz, sein Wissen ein und flocht die Weidenruten in das Gerüst.
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