Kategorie-Archiv: Natur

Hier stand vor kurzem noch eine Eiche

Eichenprozessionsspinner

Dieser stolze Eichenbaum stand am Waldrand nördlich von Unterkonnersreuth

Eichenprozessionsspinner sorgt auch in Heinersreuth für Unruhe

Vor zwei Jahren versuchte der ehemalige Verwaltungsleiter Karl-Heinz Hübner den Eichenbaum am Wandrand nördlich von Unterkonnersreuth noch zu retten. In Abstimmung mit dem Besitzer wurde rund um den Baumstamm ein Absperrband gespannt und eine Warntafel angebracht. Damit konnten die Beteiligten eine Zeitlang “leben”. Schließlich handelt es sich um einen Bereich, der wenig von Menschen aufgesucht wird. Nun wurde dem privaten Waldbesitzer die Sache wohl doch zu heiß. Die Eiche liegt jetzt in gefälltem Zustand am Waldrand (siehe Foto oben) und wartet auf die Weiterverarbeitung. Im letzten Jahr musste eine weitere Eiche weichen: die Gemeinde veranlasste in der Nähe des Kindergartens Heinersreuth die Fällung, weil sich der Eichenprozessionsspinner eingenistet hatte. Inzwischen berichtet der Nordbayerische Kurier (NK) beinahe täglich vom Ausbreiten des Schädlings im Landkreis. Das Landratsamt Bayreuth warnt jedoch davor, den wertvollen Baumbestand unbedacht zu vernichten.
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Der Storch im neuen Heim

Meister Adebar im neuen Nest

Meister Adebar im neuen Nest

Das alte Nest war vom Sturm zerzaust und musste ersetzt werden

Mit dem Storchennest sah es Ende des Jahres nicht gut aus. Ein Herbststurm hatte den Horst arg zerzaust. Bürgermeisterin Simone Kirschner wollte den Glücksbringer aber gerne in der Gemeinde behalten und konnte sich dabei auf ihr Netzwerk verlassen: die Feuerwehr holte das alte Nest vom Dach und setzte den neuen Storchenkobel nach der Fertigstellung wieder auf den First des Heinersreuther Rathauses. Die Zimmerei Hübner aus Altenplos sorgte für einen stabilen Unterbau aus Holz und sicherte die Konstruktion mit einem Metallrahmen nach oben ab. Schließlich brachte Hans Kastner, langjähriger Ortsvorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz, sein Wissen ein und flocht die Weidenruten in das Gerüst.
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Projekt Streuobstwiesen der Gartenbauvereine

Apfelbaum auf der Streuobstwiese in Cottenbach im Jahresverlauf

Apfelbaum auf der Streuobstwiese in Cottenbach im Jahresverlauf

Kinder- und Jugendwettbewerb “Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!” in Bayern

Streuobstwiesen sind wertvolle Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten, prägende Landschaftselemente und gleichzeitig von vielfältiger gesundheitlicher Bedeutung. Der bayerische Landesverband für Gartenbauvereine möchte Kindern und Jugendlichen den Wert der Streuobstwiesen begreifbar machen und junge Menschen für altes Wissen begeistern. Dabei sollen erfahrene Vereinsmitglieder ihre Kenntnisse im Obstbau, Handwerk und Brauchtum generationenübergreifend an die Jungen weitergeben. Gemeinsamen Aktionen wie Baumschnitt, Ernten und Verwerten sollen die soziale Komponente betonen und die Biodiversität hervorheben.
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Kompostierungsanlage geht in die Winterpause

Kompostieranlage in Unterwaiz

Frank und Jan warten auf die nächste Lieferung von Grünzeug für den Komposthaufen

Letzte Öffnung am zweiten Samstag im November

Am Samstag, dem 11. November öffnet die Kompostierungsanlage in Unterwaiz das letzte Mal vor der Winterpause ihre Tore. In der Zeit zwischen 10 Uhr und 12:30 Uhr nimmt das Team des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Altenplos Grünzeug aus den Gärten an. Der Kompost hat dann Zeit, bis zum Frühjahr zu verrotten und Platz zu machen für die nächste Gartensaison.
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Klimawandel vor der eigenen Haustüre

Vortrag BN in Altenplos

Klimaforscher Dr. Johannes Luers beim Vortrag im Gasthof Moreth

Bund Naturschutz lud Klimaforscher Johannes Lüers nach Altenplos ein

Klimaforscher lieben lange Messperioden. Zehn Jahre sind für eine wissenschaftliche Auswertung sehr kurz. Innerhalb von dreißig Jahren lassen sich Trends weit besser ableiten. Weltweit zeichnen 50-Tausend Messstationen Klimadaten seit 1960 unter genormten Bedingungen auf. Gerade den letzten Punkt hält Dr. Luers für wesentlich. Ansonsten wären die Zeitreihen nicht vergleichbar. Die Uni Bayreuth unterhält einen Lehrstuhl für Mikrometreologie. Vier Messsstationen liefern für Oberfranken täglich statistische Daten. Die wichtigste Station steht auf einer Wiese im Ökologisch-Botanischen Garten, weitere Messeinrichtungen befinden sich auf dem Waldstein und in Voitsumra bei Weißenstadt.
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Abschied nehmen von Gudrun Gärtner

Gudrun Gärtner

Gudrun Gärtner stellte im Jahr 2016 die aufgefrischte Infotafel am Ökopfad vor

Ein großartiger Mensch hat uns verlassen

Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Vogelschutz Heinersreuth/Altenplos trauert um Gudrun Gärtner. Nach kurzer, schwerer Krankheit hat sie uns am 30. Juni verlassen. Gudrun war Herz und Motor der Ortsgruppe seit ihrem Eintritt Anfang der neunziger Jahre. Acht Jahre lang engagierte sie sich als erste Vorsitzende des Bund Naturschutz in Heinersreuth.
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Exkursion zur Silphie in Heinersreuth

Exkursionsleiter Reinhard Wesinger stellt die Becherpflanze vor

Reinhard Wesinger (ganz links) steht mit den Exkursionsteilnehmern vor einem Feld mit Becherpflanzen

Anbau der Becherpflanze als Pilotprojekt in Oberfranken

Silphium perfoliatum heißt die Becherpflanze mit ihrem botanischen Fachausdruck. Da sich diesen Namen nur wenige merken können, bezeichnen die Insider das Projekt Becherpflanze nur noch mit “Silphie”. Das Geoteam Bayreuth und die Regierung von Oberfranken hatten zusammen mit der Gemeinde Heinersreuth die Exkursion zu den Anbaugebieten der Becherpflanze organisiert. Sportlich mit dem Rad starteten die elf Teilnehmer vom Rathaus aus zur ersten Station zwischen Tannenbach und Hahnenhof. Auf dem Feld des Landwirts Tröger entsteht gerade eine frische Kultur der Becherpflanze. Die Aussaat erfolgte Anfang Mai 2017. Exkursionsleiter Reinhard Wesinger vom Geoteam zeigte sich gut auf das Thema vorbereitet. Landwirte in der Gemeinde Heinersreuth stellen insgesamt sechs Felder mit zehn Hektar für die Becherpflanze zur Verfügung. Die Projektfinanzierung für Oberfranken schließt insgesamt hundert Hektar ein. Begonnen wird im Jahr 2017 mit knapp sechzig Hektar, im Jahr darauf kommen die restlichen Flächen an die Reihe.
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Störche auf dem Rathaus in Heinersreuth

Storch in Heinersreuth

Einer der Störche bewacht das Nest, der andere sorgt sich um die Nahrung

Meister Adebar bezieht seine Wohnung auf dem Rathausdach

Seit der dritten Aprilwoche nistet ein Storchenpaar im Kobel auf dem Rathaus. Keiner kann aber jetzt schon einschätzen, ob die langbeinigen Gäste bleiben werden. Beinahe jeden Tag posten Mitglieder der Facebookgruppe “Die Gmaa vo Hannaschraad” Statusmeldungen über die Besetzung des Nestes.
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