Hitze in Kombination mit anderen Faktoren als Risikofaktor erkannt
Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) beschäftigt sich intensiv mit den Nieren, einem lebenswichtigen Organ. Aus Anlass der heißen Sommertage macht der Verein auf verschiedene Studien aufmerksam, die den Zusammenhang von Hitzestress, Dehydrierung (Austrocknung) und körperlicher Überanstrengung untersucht haben. In Hitzeperioden fallen vermehrt schädliche Stoffwechselprodukte in den Nieren an, etwa durch den stressbedingten Zerfall von Muskelfasern (Rhabdomyolyse). Auch werden durch Hitze und Austrocknung die Ausscheidungsorgane schlechter durchblutet, wodurch Zellen absterben können. Oxidativer Stress entsteht, der Entzündungen und weitere Gewebeschäden nach sich zieht. Der Urin selbst wird durch den Flüssigkeitsmangel hochkonzentriert. Hierdurch kann es zu vermehrter Bildung von Nierensteinen kommen, die sogenannte Nephrolithiasis. Außerdem steigt die Anfälligkeit für Harnwegsinfekte. Als Folge von Strukturveränderung der Nieren drohen narbige Veränderung des Entgiftungsorgans und später möglicherweise ein nicht mehr umkehrbarer Funktionsverlust. Die Betroffenen benötigen dann mehrmals wöchentlich eine Dialyse.
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