Asphaltieren oder nicht

Heinersreuth - Radwegasphaltierung

Gemeinde Heinersreuth – Radweg zwischen Cottenbacher und Dr. Hans Friedel Straße

Diskussion um ein Teilstück des Radwegs in Heinersreuth

Der innerörtliche Radweg in Heinersreuth zwischen der Dr.-Hans-Friedel-Straße und dem Seniorenheim soll eine Asphaltschicht erhalten. Dies hat der Gemeinderat am 28.7.2020 mit 15:2 Stimmen entschieden. Zuvor hatte schon der Bau- und Umweltausschusses das Für und Wider abgewogen. Mehrfach kam die Sorge um die “Flächenversiegelung” in die Diskussion. Natürlich spielten auch die Kosten eine Rolle. Letztlich stach das Argument der Bequemlichkeit für die Bewohner des Seniorenheims und einige Anwohner. Diese hatten sich nach Aussage der Bürgermeisterin darüber beklagt, dass der Weg nach starken Regenfällen Pfützen aufweise und daher nicht begehbar sei.

Der natürliche Belag muss weichen

Das Foto oben zeigt, wie der hellbeige natürliche Belag in der Abendsonne glitzert. Seitlich unregelmäßig auslaufend, passt sich der Weg in die grüne Umgebung ein. Mit der Asphaltierung findet ein Stück Regulierung der Natur statt; gerade Linien anstatt sanftem Auslaufen sind die Folge. Inwieweit sich die Situation bei Starkregen verbessert, muss abgewartet werden. Kann sich der Wasserfluss auf die Cottenbacher Straße ergießen und für Probleme sorgen? Der bisherige Belag hatte in dieser Hinsicht keinen Ärger verursacht.

Die Kosten waren im Haushalt 2020 nicht vorgesehen

Die “alte” Gemeinderat hatte in den Haushalt 2020 lediglich 15.000 Euro für die Baumaßnahme eingestellt. Damit konnte nur das kurze Wegstück zwischen Seniorenheim und Cottenbacher Straße bewältigt werden. Für die Asphaltierung des Gesamtweges sind nun knapp 70.000 Euro fällig. Die Verwaltung sieht darin kein Problem. Rund 50.000 Euro werden aus einer anderen Budgetposition entnommen und umgeschichtet. Gemeinderat Dr. Stefan Eigl (CSU) hatte in der Sitzung am 28.7. darauf hingewiesen, dass sich die Finanzlage der Kommunen aufgrund der Coronakrise deutlich verschlechtern werde. Die Verwaltung hingegen sieht eine unverändert gute Einnahmensituation. “Der Staat müsse sich in Krisensituationen antizyklisch verhalten und investieren”, ist sich Bürgermeisterin Simone Kirschner sicher. Zwei Gemeinderäte teilten diese Ansicht nicht und stimmten gegen das Bauhvorhaben.

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